Igel gesucht im Wallis

Etwas raschelt im Gebüsch. Beim Nachsehen ist…auch der Igel überrascht, duckt sich zuerst und trippelt dann schnell davon. Oder auf dem Heimweg vom Kino, plötzlich huscht eine kleine stachelige Kugel über die Straße…Igel, mitten im Siedlungsraum.

Melden Sie Ihre Igel-Beobachtungen!

Sind Sie einem Igel begegnet? Ihre Beobachtungen interessieren uns! Helfen Sie mit, herauszufinden, wie es um die Igel im Wallis steht. Melden Sie Ihre Beobachtung hier.

Den Igeln auf der Spur…

Möchten Sie sich aktiv am Projekt beteiligen? Wir suchen Freiwillige, die uns dabei helfen, jeweils während einer Woche 10 Spurentunnel in einem Gebiet in vier Walliser Gemeinden aufzustellen und diese während der Woche täglich zu kontrollieren.

Ursprünglich waren die Feldarbeiten ab Mai 2020 geplant. Aufgrund der Lage im Zusammenhang mit dem Corona-Virus kann es jedoch zu Verzögerungen kommen. Falls Sie interessiert sind, freuen wir uns, wenn Sie sich in einem Gebiet (Link nachfolgend) eintragen und wir halten Sie auf dem Laufenden, wann wir mit den Feldarbeiten starten.

 

 Tragen Sie sich für eines der Gebiete auf der Karte ein.

 

--> Karte mit Untersuchungsgebieten

 

Flyer "Igel gesucht"

Weitere Informationen zum Igel gewünscht? Klicken Sie hier.

 

© Fabio Bontadina / swild.ch

Der Igel – kleiner Fußgänger

Igel haben es gerne vielfältig: Sie schlafen im dichten Gebüsch oder unter Asthaufen und suchen nachts auf kurz geschnittenen Wiesen nach Schnecken, Würmern und Käfern. Naturnahe Innenhöfe, vielfältige Wiesen und Gärten mit verwilderten Ecken sind daher bei Igeln sehr beliebt.

Schon ein Absatz von 20 cm kann für die kleinen Fußgänger ein unüberwindbares Hindernis bedeuten. Die Stadt ist für Igel deshalb ein wahres Labyrinth, in dem sie sich jedoch dank ihres ausgezeichneten Ortsgedächtnisses gut zurechtfinden. Sie kennen die verschiedenen Durchschlüpfe wie Mauer- oder Zaunlücken genau und nutzen diese auf ihren nächtlichen Spaziergängen.

Wie steht es um unsere stacheligen Nachbarn?

Das StadtWildTiere-Projekt "Igel gesucht" von 2016 und 2017 zeigte auf, dass heute weit weniger Igel in Zürich leben als noch vor 20 Jahren. Ein Trend, der sich mit Erfahrungen aus andern europäischen Ländern deckt. Als Gründe für den Rückgang werden die bauliche Verdichtung als Reaktion auf die starke Zersiedlung, der resultierende Verlust wertvoller Grünräume, der zunehmende Verkehr und der Einsatz von Pestiziden vermutet. Weitere Untersuchungen sollen hier Klarheit schaffen. Helfen Sie mit herauszufinden, wie es um die Igel im Wallis steht!

 

Ihre Beobachtungen interessieren uns!     

Mit Hilfe von Igelbeobachtungen aus der Bevölkerung wollen wir Wissenslücken über die aktuelle Verbreitung dieser Stacheltiere im Wallis schließen. Aufgrund der dabei gewonnen Daten können Maßnahmen erarbeitet werden, um Igel im Siedlungsraum gezielt zu fördern. Haben Sie auf dem Nachhauseweg vom Kino oder auf dem nächtlichen Spaziergang durchs Quartier einen Igel gesehen? Melden Sie Ihre Beobachtung hier.

Nächtliche Spaziergänge sichtbar machen

Zur Ergänzung der Beobachtungsmeldungen aus der Bevölkerung wollen wir mit Hilfe von sogenannten Spurentunnel sichtbar machen, wo Igel während der Nacht unterwegs sind. Dafür werden über die ganze Stadt verteilt entlang von Hecken und Blumenbeeten in Privatgärten Spurentunnel aufgestellt. Geht ein Igel durch einen Spurentunnel, hinterlässt er dank den im Tunnel ausgebrachten Farbstreifen und Papier seine Fussabdrücke. Auf diese Weise kann ein Nachweis für das Vorkommen eines Igels im Gebiet erbracht werden. Betreut werden die Spurentunnel von Freiwilligen.

Freiwillige gesucht

Haben Sie Interesse, während einer Woche 10 Spurentunnel in einem Gebiet der Stadt zu betreuen? Tragen Sie sich auf der Karte für eines der Gebiete ein! Weitere Informationen erhalten Sie unter: igel@wildenachbarn.ch

 

Finanzierung des Projekts "Igel gesucht"

Das Projekt "Igel gesucht" im Wallis ist von der Dienststelle für Wald, Flussbau und Landschaft vom Kanton Wallis finanziert.

 

Die Finanzierung der "Igel gesucht" Projekte in den zwei Naturparkgemeinden, werden vom Landschaftspark Binntal und vom Naturpark Pfyn-Finges übernommen. 

Wieso Igel erforschen?

© Martin Goebel / stadtwildtiere.ch

 

Die Igelpopulation der Stadt Zürich wurde 1993 auf mehr als 2500 Tiere geschätzt. 25 Jahre später mehren sich die Hinweise, dass die Igelpopulation rückläufig ist und die Resultate aus den aktuellen Projekten verzeichnen einen Populationsrückgang von 40% in der Stadt Zürich.

Rückgang auch in anderen Ländern

Der rückläufige Trend deckt sich mit den Erfahrungen aus andern europäischen Ländern. Die bauliche Verdichtung als Reaktion auf die starke Zersiedlung, der resultierende Verlust wertvoller Grünräume und der zunehmende Verkehr scheinen dem Igel zu schaden. Helfen Sie mit herauszufinden, wie es um die Schweizer Igelpopulation steht und was die Gründe für den Rückgang sind!

Wilde Nachbarn Wallis
Träger und Partner