Taubenschwänzchen
Macroglossum stellatarum

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Taubenschwänzchen im Flug Nektar saugend am Wiesensalbei
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Taubenschwänzchen sind tagaktiv und können oft beim Nektarsaugen beobachtet werden. Sie stehen dann wie Kolibris im Schwirrflug vor der Blüte und tauchen ihren langen Rüssel in deren Kelch. Blaue und rotviolette Blüten werden bevorzugt. Die Weibchen kleben ihre grünen Eier an sonnenexponiertes Labkraut, oftmals in der Nähe von guten Nektarplätzen. Raupe bis 45 mm lang, Grundfarbe grün oder grün-grau mit weißer Seitenlinie. Raupen von Juni bis Oktober, Verpuppung in einem lockeren Gespinst am Erdboden. Wanderfalter: die zweite Generation fliegt jedes Jahr aus ihren mediterranen Ursprungsgebieten zur Fortpflanzung über die Alpen bis nach Skandinavien.

Verbreitung

Im Siedlungsraumoft an Balkonpflanzen. Wandert jedes Jahr aus Südeuropa in großer Zahl bei uns ein.

Erkennungsmerkmale

Grundfarbe von Körper und Vorderflügel grau, Hinterflügel gelborange. Auffälliges Haarbüschel an der Spitze des Hinterleibs.

Gehört zu
Ähnliche Arten

Unverwechselbar  

Gefährdungsgrad

Nicht gefährdet

Aktivitätszeit

Flugzeit Mai – Ende Oktober, in mehreren Generationen. Überwinterung als Falter.

Lebensraum

Vorwiegend sonnige Stellen mit gutem Angebot an Nektarpflanzen.

Mensch & Tier

Gefahren
Gärten ohne Nahrung:

Gärten, die hauptsächlich aus sterilem Rasengrün, Kirschlorbeer- oder Thujahecken und exotischen Zierpflanzen bestehen, sind für unsere Schmetterlinge wertlos, manchmal sogar giftig, und bieten den Raupen keine Lebensgrundlage.

Invasive Neophyten und gebietsfremde Pflanzenarten:

Gärten, die hauptsächlich aus sterilem Rasengrün, Kirschlorbeer- oder Thujahecken und exotischen Zierpflanzen bestehen, sind für unsere Schmetterlinge wertlos, manchmal sogar giftig, und bieten den Raupen keine Lebensgrundlage.

Intensivierung der Landwirtschaft:

In einer intensiven Landwirtschaft, finden Wildblumenwiesen und Hecken aus einheimischen Sträuchern nur noch selten einen Platz. Diese Veränderungen wirken sich negativ auf die Schmetterlingsbestände allgemein aus.

Fördermassnahmen

Das Taubenschwänzchen benötigt Labkraut, um die Eier abzulegen. Die Raupen des Taubenschwänzchens konnten bisher kaum an anderen Pflanzen als an verschiedenen Labkraut-Arten beobachtet werden. Die hübschen Falter sind jedoch weniger wählerisch und fliegen die Blüten dutzender Pflanzen an. Hoch im Kurs sind Geranien, Lichtnelken oder Phlox. Besonders blaue Blüten mit einem Durchmesser von 30 mm scheinen für das Taubenschwänzchen am attraktivsten zu sein.

Stadtoasen

In der Stadt können Verkehrsinseln, Bahnböschungen und Kiesplätze wahre Schmetterlingsoasen werden. Wildstauden und Wildkräuter locken zahlreiche Schmetterlinge an.

Selbst auf dem eigenen Balkon kann das Taubenschwänzchen gefördert werden. Blühende Küchenkräuter, Labkraut und hübsche Lichtnelken auf dem Fensterbrett sehen nicht nur schön aus, sondern erfreuen auch die Schmetterlinge.

Das Taubenschwänzchen fliegt eine Vielzahl an Blüten an und besucht auch gerne in der Stadt die blühenden Blumen auf dem Balkon oder bei einer Verkehrsinsel.

Beobachtungstipps

Auf den ersten Blick könnte man das Taubenschwänzchen mit einem Kolibri verwechseln – fliegt es doch genauso geschickt und schnell umher. Und vor jeder Blüte bleibt es kurz im leicht brummenden Schwirrflug stehen, bevor es zur nächsten Blüte wechselt. Das Taubenschwänzchen gehört zu den Schwärmern, was eigentlich nachtaktive Schmetterlinge sind. Das Taubenschwänzchen fliegt aber am Tag Blüten mit langem Kelch an. Aus diesen kann es mit dem langen Rüssel Nektar saugen, ohne von Fressfeinden, welche in den Kelchen lauern könnten, attackiert zu werden.

Wanderfalter

Wenn auch der Flug des Taubenschwänzchens mit seinem schnellen Flügelschlag angestrengt wirkt, können sie Wanderungen bis zu 2‘000 Kilometern zurücklegen und gelangen so bis nach Skandinavien.

Das Taubenschwänzchen kann im Schwirrflug einige Zeit vor der Blüte verharren, bevor es zur nächsten Pflanze fliegt.

Galerie

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