Aktion Igel im Wallis

Im Rahmen von «Igel gesucht» wurde im 2020 die Walliser Bevölkerung aufgerufen, Igel und andere Wildtiere zu melden. Zusätzlich kamen Spurentunnel zum Einsatz, die mit der Hilfe von Freiwilligen aufgestellt und kontrolliert wurden.

Die Resultate des Projekts zeigen, dass Igel noch immer in allen untersuchten Städten (Monthey, Martigny, Sion, Brig-Glis) sowie den beiden untersuchten Gemeinden des Landschaftsparks Binntal (Grengiols und Ernen) verbreitet sind. Einzig im Schulprojekt in Leuk, wo einzelne Spurentunnel in Gemeinden des Naturparks Pfyn-Finges (Susten, Leuk-Stadt, Guttet, Erschmatt und Varen) aufgestellt wurden, konnten keine Igespuren gefunden werden.

Auffällig ist jedoch, dass die Igeldichte zwischen den Stadtgebieten bzw. Gemeindegebieten stark variiert und die Verbreitung der Igel Lücken aufweist. Die Gründe, welche hinter diesen Lücken und eines möglichen Rückgangs stehen, müssen weiter untersucht werden.

Gleichzeitig sollen die Lebensräume der Igel aufgewertet werden. Diese Massnahmen kommen nicht nur den Igeln zugute, sondern auch anderen Wildtieren im Siedlungsraum.

Aktion Asthaufen

In den vier untersuchten Städten wurde je ein Aktionstag zum Bau von Asthaufen durchgeführt. An diesen Aktionen wurden Schulkinder ins Thema Igel und andere Wildtiere im Siedlungsraum eingeführt. Anschliessend bauten alle zusammen grosse Asthaufen, welche mit einer Plakette gekennzeichnet wurden.

Die Schulkinder waren von Anfang bis Schluss topmotiviert und voll dabei!
Mit Holzplakette beschrifteter Asthaufen, der mit einer Schulklasse aus Brig im Biotop Glisergrund gebaut wurde.
Exkursion "Auf den Spuren der Igel im Siedlungsraum"

Neben den Aktionstagen für die Walliser Schulklassen, wurde in den untersuchten Städten je eine Exkursion für die interessierte Bevölkerung angeboten. Im Rahmen dieser Exkursionen wurden die Teilnehmenden über die Bedürfnisse der Igel und die Möglichkeit diese im Siedlungsraum zu fördern, informiert. Als Themen wurden Tipps aus der Gartenbroschüre gewählt und aus der Perspektive der Igel in den jeweiligen Quartieren erkundet.

Eine Thujahecke, welche den Wildtieren im besten Fall ein Versteck, aber keinerlei Nahrung bietet.
Im Gegensatz zur Thujahecke bietet diese reich blühende Efeuhecke den Tieren neben Versteckmöglichkeiten auch wertvolle Nahrung.

Artporträt

Erinaceus sp.